Stift Seckau mit Abtei

Abtei Seckau

Das Kloster wurde 1140 als Augustiner-Chorherren-Stift von Adalram von Waldegg in St. Marein gegründet und 1142 nach Seckau verlegt.
Die Gründung des Stifts und die Übertragung nach Seckau wurde von Papst
Innozenz II. auf Ansuchen des Erzbischofs Konrad I. von Salzburg am 12. März 1143 bestätigt. Die Abteikirche, eine romanische Basilika, wurde 1143 bis 1164 erbaut und am 16. September 1164 eingeweiht.
Nach damaliger Gewohnheit der Chorherren dürften diese ein Doppelkloster gegründet haben. Die Chorfrauen dürften spätestens 1150 aus Salzburg gekommen sein (nach einer urkundlichen Erwähnung in einer Schenkungsurkunde des Edlen Burchard von Mureck 1150). Als Stifterin wird Adalrams Frau Richinza von Perg genannt. Das Damenstift war an das Chorherren-Kloster angebaut, wurde jedoch Ende des 15. Jahrhunderts aufgegeben, als die letzten beiden Nonnen verstorben waren. Die Gebäude wurden anschließend vom Stift übernommen und gingen weitgehend verloren. Einzig die heutige Bischofskapelle, der Gebetsort der Chorfrauen, besteht heute noch.

Basilika Mariä Himmelfahrt

Bischofskapelle, Mariä-Krönungsaltar (1489 geweiht)
Der Bau der Stiftkirche dauerte von 1143 bis 1164, dem Weihejahr. Der erste Propst der Abtei, Wernher von Galler, begann unter dem Einfluss des Erzbischofs
Konrads I. von Salzburg mit der Errichtung der dreischiffigen Basilika, die heute mit einer einfachen Doppelturmfassade im Stil der Neuromanik versehen ist.
Zwischen 1671 und 1677 kam es zur teilweisen barocken Umgestaltung der im romanischen Stil erbauten Kirche. Sie wurde vom Baumeister
Peter Franz Carlone geleitet. 1886 wurde die Basilika nach den Plänen des Benediktiner-Paters Pirmin Campani und der Leitung des Wiener Dombaumeisters Freiherr Friedrich von Schmidt durch einen Anbau verlängert.
Die Kirche besitzt eine romanische
Kreuzigungsgruppe aus dem 12. Jahrhundert, die sich ursprünglich auf dem steinernen Lettner der Kirche befand. Im Südturm ist eine Kapelle eingerichtet. In den zwei vorderen Jochen des linken Seitenschiffes wurde zwischen 1587 und 1611/12 von oberitalienischen Meistern ein Habsburger Mausoleum erbaut. Die Gedenkstätte gilt als ein künstlerisches frühbarockes Hauptwerk des Grazer Hofes.
Von der Basilika zweigen mehrere angebaute Kapellen ab: An der Nordseite die Engelkapelle, die Gnadenkapelle und die Bischofskapelle, an der Südseite die Chorkapelle. Die Engelkapelle enthält einen Zyklus in
Fresko-Technik, die „Seckauer Apokalypse“. Von 1952 bis 1960 vom Künstler Herbert Boeckl geschaffen, zählt die Szene aus der Offenbarung des Johannes zu den bedeutendsten Werken sakraler Kunst in Österreich nach 1945. Eine Besonderheit in der Bischofskapelle ist der gotische Mariä-Krönungsaltar, der einst inmitten der Kirche auf dem Hochchor, dem Gebetsort der Chorherren, stand und 1950 in der Bischofskapelle aufgestellt wurde. Er zeigt eine Darstellung der Dreieinigkeit als Körper mit zwei Armen und zwei Beinen, auf dem drei Köpfe thronen.
1930 wurde der Kirche der Titel einer päpstlichen
Basilika minor verliehen.
1964, im Jahr des 800-jährigen Weihejubiläums, begann
Clemens Holzmeister die Umbauarbeiten in der Basilika. Die Kirchenvorhalle wurde weitgehend ausgeräumt, der Hochaltarbereich im Sinne des 2. Vatikanums neu gestaltet. Ein Volksaltar und ein Ambo entstanden, die romanische Kreuzigungsgruppe wurde über den Altar gehängt und ein Steinfenster in die Mittelapsis eingebaut.

 

Genaue Information gibt es unter https://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Seckau

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