Waldviertel Teil 1

Anziehungspunkte sind neben Krems, dem Kamptal und der Wachau, die Wallfahrtsorte Maria Dreieichen, Maria Taferl und Maria Laach am Jauerling, die Stifte Altenburg, Geras und Zwettl sowie zahlreiche Burganlagen wie etwa Rappottenstein, Ottenstein oder die Rosenburg. Stark besucht ist auch das Ausflugsgebiet rund um die Kampstauseen. Besuchenswerte Museen gibt es in den Städten Horn, Drosendorf-Zissersdorf, Eggenburg, Raabs an der Thaya und Zwettl. Weiters ist auch die Ysperklamm als Sehenswürdigkeit im südlichen Waldviertel anzuführen. Für Naturliebhaber stehen die verschiedenen Naturparke in Gmünd (Blockheide Gmünd), Dobersberg, Geras, Heidenreichstein (Heidenreichsteiner Moor), Schrems

(Hochmoor Schrems mit Unterwasserreich), Kamptal-Schönberg und der skandinavisch anmutende Naturpark Nordwald im Bereich Bad Großpertholz zur Verfügung.

Eisenbahnliebhaber finden im Waldviertel verschiedene touristische Bahnen. Ab Gmünd verkehren die Waldviertler Schmalspurbahnen nach Norden Richtung Litschau mit Abzweig nach Heidenreichstein sowie nach Süden Richtung Groß Gerungs. Ab Drosendorf verkehrt im Sommer die Lokalbahn Retz-Drosendorf Richtung Weinviertel und in der Wachau kann man zwischen Krems und Emmersdorf die Donauuferbahn oder auch Wachauer Bahn nutzen.

Moorbad Harbach

Mandelstein 874m

Der Mandlstein (874 m ü. A.) ist ein Berg im niederösterreichischen Waldviertel. Er befindet sich nördlich von Moorbad Harbach, nahe der Staatsgrenze zu Tschechien.

Er ist ein guter Aussichtspunkt in das nahe Tschechien bzw. das Sudetenland. Unweit des Gipfels befindet sich eine Gedenkstätte der Heimatvertriebenen und im Frühjahr 2013 wurde an der Westflanke eine stählerne Aussichtsplattform errichtet.

Nebelstein 1017m

Der Nebelstein (1017 m) ist einer der höheren Berge im niederösterreichischen Waldviertel, er befindet sich im Freiwald nahe der Staatsgrenze zu Tschechien.

Umliegende Orte sind der zu Sankt Martin gehörige Weiler Althütten sowie Hirschenwies, Waldhäuser, Maißen und Schwarzau, die Teile von Moorbad Harbach sind.

Der Gipfel ist vom südlich des Berges gelegenen Parkplatz auf einem Wanderweg zu erreichen. Die unweit des Gipfelkreuzes gelegene Nebelsteinhütte ist Schnitt- und Ausgangspunkt vieler (Weit-)Wanderwege. Daneben befinden sich eine Amateurfunkanlage und ein Radiosender. Am Südwesthang unterhalb des Talerberges entspringt die Schwarzau.

An der Grenze zu Tschechien

Arbesbach - Bärenwelt

Bären in Gefangenschaft können nicht mehr ausgewildert werden. Sie sind zu sehr an den Menschen gewöhnt und könnten dadurch erhebliche Schäden anrichten, die wohl den Abschuss des Tieres zur Folge haben würde. Durch schlechte Haltungsbedingungen sind viele schwer verhaltensgestört. Der Bärenwald Arbesbach bietet solchen Bären die Möglichkeit, Instinkte und ihr natürliches Verhalten wiederzuentdecken.

Ein Grundsatz aller Vier Pfoten-Bärenprojekte ist, dass die Bären nicht zur Schau gestellt werden. Der Kontakt zum Menschen wird auf ein notwendiges Minimum reduziert. Die Bären sollen die Möglichkeit haben, sich ihren eigenen Tagesablauf zu schaffen.

Nachdem die Tiere in den Bärenwald gebracht wurden, verpflichten sich die ehemaligen Bärenbesitzer mit der Übergabe der Tiere an Vier Pfoten, keine weiteren Bären mehr anzuschaffen oder zu halten.

In den Bärenwäldern wird keine Nachzucht von Wildtieren in Gefangenschaft betrieben. Alle männlichen Bären sind kastriert, da Jungbären, die unter kontrollierten Bedingungen heranwachsen, nicht ausgewildert werden können.

Die Anlage

Das reich strukturierte Gelände in der Naturlandschaft Arbesbach-Schönfeld im niederösterreichischen Waldviertel bietet Bären ein tiergerechtes Zuhause. Die Anlage ist in vier Sektoren unterteilt, die es ermöglichen die Bären voneinander zu trennen und die Tiere zur Fütterung in ein anderes Areal zu schleusen. Die Bären können hier ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben, baden, graben, umherstreifen, klettern und die arttypische Winterruhe halten. Videokameras ermöglichen es, die Bären in ihren Höhlen oder uneinsehbaren Bereichen zu beobachten, ohne die Tiere zu stören. Das Areal wurde gepachtet und 1998 darauf der erste Bärenwald der Tierschutzorganisation Vier Pfoten errichtet. 2009 wurde der Bärenwald Arbesbach erweitert eröffnet. Ein Gehegeabschnitt wurde angebaut sowie ein Besucherzentrum errichtet, das über die Arbeit von Vier Pfoten und dessen Bärenschutzprojekte aufklären soll. Weiters behandelt der interaktive Rundweg den pädagogischen Auftrag in Bezug auf den Braunbären im Allgemeinen und in Österreich.

Schloss Rosenau - Freimaurer Museum

Graf Schallenberg war hochrangiger Beamter am Hof Maria Theresias und kam dort in engen Kontakt mit der Aufklärung und ihrem geistigen Kind, der Freimaurerei. Es war die soziale Komponente der aufklärerischen Bewegung, die ihn veranlasste, seinen Gutsbesitz in Rosenau zu einer Einrichtung zum Wohle der einfachen, in der grundherrschaftlichen Umgebung des Schlosses bäuerlich arbeitenden und lebenden Menschen auszubauen. Er war selbst Freimaurer – wie auch der Gemahl Maria Theresias, Franz Stephan von Lothringen – und richtete im Schloss eine Loge ein, die den in der Nachbarschaft wohnenden und durchreisenden Brüdern als Versammlungsort diente. Es ist sehr wahrscheinlich, wenn auch nicht vollends beweisbar, dass der berühmte Freimaurer Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Weg von Wien nach Prag in Rosenau Station machte.

Das im 18. Jahrhundert umgebaute Schloss ragt bis heute hervor durch die Arbeiten des Baumeisters Joseph Munggenast, der Maler Paul Troger, Daniel Gran und des „welschen Perspektivenmalers“ Rincolin, der in Rosenau begraben liegt. Die dem Tode Schallenbergs im Jahr 1800 nachfolgenden Eigentümer – darunter der für seine antisemitischen Umtriebe berüchtigte Georg Ritter von Schönerer - wussten nichts mehr von der besonderen Bedeutung des Schlosses als freimaurerische Wirkungsstätte. Die symbolischen Malereien wurden zugedeckt und übermalt.

Erst im Jahr 1972, als das Schloss und die Gutshofsiedlung in einer Gemeinschaftsaktion der umliegenden Gemeinden und der Niederösterreichischen Landesregierung vor dem Verfall gerettet und mit öffentlichen Mitteln saniert werden sollte, entdeckte man im Zuge der Renovierungsarbeiten die freimaurerischen Symbole. Am 23. April 1975, nahm das Freimaurermuseum seinen Betrieb auf. Beamten der Niederösterreichischen Landesregierung war es gelungen, die österreichischen Freimaurer zur Einrichtung eines Museums zu bewegen. Schon im ersten Jahr zählte man mehr als 35.000 Besucher, ein beachtliches Ergebnis für ein Museum weitab der touristischen Trampelpfade.

Stift Zwettl

Das Stift wurde 1138 vom Kuenringer Hadmar I. als erste Klostergründung von Stift Heiligenkreuz gestiftet und gehörte damit der Filiation der Primarabtei Morimond an. König Konrad III. bestätigte in einer Urkunde vom Oktober 1139 die von Hadmar gestiftetete Grundherrschaft und gewährte dem Kloster Schutz und Freiheit von jeder Vogtei.[1] 1159 wurde die Stiftskirche geweiht. 1185 gelangte ein Teil des südböhmischen Wittingau an das Stift. Dieser Teil wurde um 1250 an die Landsteiner Linie der Witigonen zurückverkauft.[2] 1266 übergab Čeč von Weleschin mit Zustimmung seiner Gemahlin Gisela von Kuenring das Dorf Reinprechts dem Zisterziensterstift Zwettl.[3]

Einige Kuenringer wurden im Stift beigesetzt. Von großer Bedeutung war die Schreibstube (Scriptorium) des Stiftes, die für ein rasches Anwachsen des Buchbestandes sorgte. Das Zwettler Stiftungsbuch, die bekannte „Bärenhaut“ von 1311, ist eine der wichtigsten erhaltenen Handschriften aus dieser Zeit.

Von besonderer Bedeutung ist der spätromanische bzw. frühgotische Kreuzgang, der den Kreuzganghof einschließt. Der Kreuzganghof versinnbildlicht das Paradies. Weitere Gärten sind der nach Art der italienischen Palastarchitektur erbaute Abteihof und der Prälatengarten, ein seltener neobarocker Ziergarten nach englischem Vorbild. Bedeutsam sind weiters das frühgotische Brunnenhaus und der romanische Kapitelsaal mit beeindruckender Einsäulenarchitektur.

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