Ägypten

Ägypten (offiziell die Arabische Republik Ägypten) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika; er ist interkontinental, da die zu Ägypten gehörende Sinai-Halbinsel im Allgemeinen zu Asien gezählt wird. Ägypten hat durch seine hohe Bevölkerungsanzahl von über 80 Millionen eine enorme politische und kulturelle Ausstrahlung in der arabischen Welt. Mit dem Sueskanal liegt in Ägypten eine Wasserstraße mit herausragender Bedeutung für die Weltwirtschaft, er verbindet das europäische Mittelmeer mit dem Indischen Ozean. Außerdem hat das Land eine Grenze mit Israel und damit mit der schwierigen Krisenregion des Nahen Ostens.

Wichtigste Lebensader Ägyptens ist der Nil, der hier ins Mittelmeer fließt. Bereits um 3000 vor Christus entstand hier mit dem Alten Ägypten eine der frühen Hochkulturen der Alten Welt.

Mit der Eroberung um 640 kam das christlich gewordene Land in den islamischen Kulturkreis. Nachdem es lange Zeit von der Dynastie der Osmanen beherrscht worden war, wurde Ägypten im 19. Jahrhundert eine britische Kolonie. Die Selbstständigkeit 1922 erlebte es als Königreich, bis 1952 ein Putsch eine Regierung an die Macht brachte, die im Wesentlichen vom Militär abhängig war.

Luxor

Berühmt ist der Tempel von Luxor, ein Tempel zu Ehren des Gottes Amun, der größtenteils von Amenophis III. errichtet wurde.

Einer der granitenen Obelisken, die vor dem Tempel errichtet worden waren, steht heute auf der Place de la Concorde in Paris (siehe Obelisk von Luxor). Neben den Kolossalstatuen von Ramses II. findet sich auch eine kleine weiße Moschee, die die Gebeine des Ortsheiligen Abū l-Haggāg beherbergt. Sie werden an seinem Jahrestag ebenso in einer Barke mit einer großen Prozession durch die Stadt geführt, wie es die alten Ägypter mit der Barke des Amun taten.

Sehenswert ist auch das Luxor-Museum. Hier werden neuere Funde aus der Umgebung ausgestellt.

Luxor Tempel

Aus wiederverwendetem Baumaterial wird geschlossen, dass hier bereits während der 12. Dynastie ein Heiligtum errichtet worden war. Unter Pharao Thutmosis III.wurde die Stationskapelle im ersten Hof gebaut.

An der vermeintlichen Stelle eines Heiligtums aus der 12. Dynastie ließ Amenophis III. durch seinen Baumeister Amenophis (Sohn des Hapu) den heutigen südlichen Teil des Tempels mit Sanktuar, Säulenhalle und dem zweiten Hof errichten. Auch der Säulengang wurde zu seiner Regierungszeit begonnen. Unter Amenophis IV. wurde der Tempel geschlossen, der Name des Gottes Amun getilgt und er errichtete in der Nähe ein Atonheiligtum. Tutanchamun baute am Säulensaal weiter, der durch Haremhab fertiggestellt wurde .

Ramses II. ließ den ersten Hof und den großen Pylon mit den Statuen und den Obelisken aufführen. Nektanebos I. gestaltete den Hof vor dem Pylon aus.

Alexander der Große ließ das Sanktuar umbauen. Statt der vier Säulen, die das Dach trugen, wurde eine Kapelle errichtet. In der Römerzeit wurde die Tempelanlage in eine Festung integriert. In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurden vier Kirchen auf dem Gelände errichtet.

Karnak Tempel

Herausragend unter den Ruinen sind der Tempel des Amun-Re mit seinen insgesamt zehn Pylonen, deren größter ca. 113 Meter breit und ca. 15 Meter dick ist und eine geplante Höhe von ca. 45 Meter aufweist. Die Gesamtfläche des Tempels beträgt ca. 30 Hektar (530, 515, 530 und 610 Meter Seitenlänge). Neben den Pylonen ist die große Säulenhalle, die von Haremhab begonnen und unter Sethos I. und Ramses II. vollendet wurde, besonders beeindruckend.

Die Tempelanlage besteht aus drei von Mauern umgebenen Bereichen, dem Bezirk des Amun (altägyptisch Ipet-sut, „Ort der Erwählung“), dem Bezirk des Month (150 × 156 Meter, Gesamtfläche 2,34 Hektar) und dem Bezirk der Mut (405, 275, 295 und 250 Meter Seitenlänge, Gesamtfläche ca. 9,2 Hektar). Neben diesen drei großen Tempelbezirken gibt es noch den Aton-Tempel, das Gem-pa-Iten, das Echnaton im sechsten Jahr seiner Regierungszeit in Karnak erbauen ließ.

In der Antike verband eine Allee, die beidseitig von 365 Sphingen gesäumt war, den Amun-Tempel mit dem ca. 2,5 km entfernten Luxor-Tempel. Diese Straße endete am 10. Pylon des Tempels.

Tal der Könige

Das Tal der Könige (DMG Wādī al-Mulūk; auch Wadi el-Muluk, Bibân el-Molûk, Biban el-Muluk) war eine Nekropole im Alten Ägypten, in der bis heute 64 Gräber und Gruben aufgefunden wurden. Als „KV65“ gilt eine Radaranomalie, die als Grab gedeutet wird, aber bis heute nicht weiter untersucht wurde.

Im Tal der Könige sind insbesondere die Gräber der Herrscher des Neuen Reichs (ca. 1550 v. Chr. bis 1069 v. Chr., 18. bis 20. Dynastie) zu finden. Das Tal befindet sich in Theben-West, gegenüber von Karnak, am Rand der Wüste und ist gesäumt von hohen Bergen, namentlich durch die natürliche Felspyramide el Korn oder el-Qurn (Das Horn). Nahezu das gesamte Gebiet von Theben-West bildet eine riesige Nekropole. Südlich davon liegt das Tal der Königinnen.

Trotz jahrtausendelanger Aktivität von Grabräubern und Plünderern lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen der Neuzeit noch zahlreiche höchst wertvolle Grabungsfunde. Unter anderem wurde hier das weitgehend unversehrte Grab des Tutanchamun (KV62) im Jahr 1922 von Howard Carter entdeckt.

Hatschepsut Tempel

Hatschepsut war eine altägyptische Königin (Pharaonin). Sie wird der 18. Dynastie (Neues Reich) zugerechnet. Nach ägyptischer Chronologie regierte sie etwa von 1479 bis 1458 v. Chr.

Nilkreuzfahrt

Die Kreuzfahrt besteht aus einer Fahrt zwischen Luxor und Assuan und zurück. Sie besuchen in jedem Fall die Tempelanlagen von Luxor und Karnak sowie von Edfu und Kom Ombo. Der Assuan-Staudamm und der Isis-Tempel auf einer Nilinsel gehören ebenfalls zu den Ausflugszielen nahezu jeder Nilkreuzfahrt. Erleben Sie selber das unbeschreibliche Gefühl von Freiheit und Genuss am Leben und an der Reise, welches Sie während einer Kreuzfahrt auf dem Nil erfahren können. Sie werden noch lange mit Freude an Ihre Nilkreuzfahrt zurückdenken.

Erleben Sie an Deck eines Nilschiffes, wie die Sonne in Rottönen strahlt. Betrachten Sie das zauberhafte Hinterland des Nils mit seinen mächtigen Palmen und genießen Sie Ihre Fantasie, zu der das beeindruckende Naturschauspiel auf dem Nil Sie einlädt.

Assuan

Assuan liegt an der Südostseite einer Flussbiegung des Nils, etwa 13 Kilometer nördlich des 5250 km² großen Nassersees. Der See entstand infolge des Anstauens des Nilwassers durch den nach der Stadt benannten Assuan-Hochdamm. Zwischen dem Hochdamm und dem Stadtgebiet befindet sich sechs Kilometer südwestlich von Assuan die alte Staumauer des Assuan-Staudamms. Von dieser bis Assuan umfließt der Nil einige Inseln, deren nördlichste, Elephantine und die Kitchener-Insel, heute zur Stadt gehören. Das Stadtgebiet östlich des Nils erstreckt sich bei einer Ost-West-Ausdehnung von 2,5 Kilometer auf einer Länge von 5 Kilometer entlang des Flusses von Nord nach Süd. Im Osten schließt sich die Arabische Wüste, westlich des Nils die Libysche Wüste an. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen befinden sich nahe Assuan ausschließlich nördlich der Stadt auf schmalen Streifen beiderseits des Flusses.

Die Stadt Assuan verdankt ihre Bedeutung der Lage unterhalb des ersten Katarakts des Nils. Von hier aus war der Fluss in Richtung Unterägypten schiffbar.

Insel Elephantine

Elephantine (auch: Elefantine;) ist eine Flussinsel im Nil in Ägypten. Sie erstreckt sich unterhalb des ersten Katarakts mit einer Länge von 1.200 Metern in Südwest-Nordost-Richtung und einer Breite bis zu 400 Metern in West-Ost-Richtung zwischen der kleineren Kitchener-Insel und dem östlichen Nilufer. Elephantine ist Teil der hauptsächlich am Ostufer des Nils gelegenen Stadt Assuan.

Hier am Mittellauf des Nils unterhalb des ersten Katarakts ebnete sich der Fluss zum fünften Mal durch ein Granitmassiv seinen Weg und ließ so eine Granitinsel mit einer Senke entstehen, die ursprünglich die Insel zumindest während der jährlichen Nilflut in zwei Inseln teilte, die für einige Wochen durch den Nil getrennt waren.

Horus Tempel

Der Tempel von Edfu ist eine altägyptische Tempelanlage am westlichen Stadtrand der etwa 60.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Edfu in Oberägypten. Die Stadt liegt am Westufer des Nil, etwa 100 Kilometer nördlich von Assuan und 85 Kilometer südlich von Luxor. Der Tempel gilt als einer der besterhaltenen ganz Ägyptens.

Die Tempelanlage von Edfu war dem lokalen Gott Hor-Behdeti, dem „Horus von Edfu“, geweiht und entstand in der Zeit der Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten. Horus trat dort außerdem in weiteren Erscheinungsformen des Gottes auf. Die Nebenform Behdeti verweist auf die Benennung der gesamten Edfu umgebenden Region als „südliches Behdet“. In griechisch-römischer Zeit hieß der Ort Ἀpóllônos pólis megálê beziehungsweise Apollinopolis Magna, was Dieter Kurth, Mitarbeiter des Edfu-Projekts, als Gleichsetzung erklärt: „Der Lokalgott Horus wurde mit dem griechischen Gott Apollon identifiziert.

Kom Ombo Tempel

Der Doppeltempel von Kom Ombo ist eine altägyptische Tempelanlage am östlichen Nilufer in Oberägypten. Der Tempel befindet sich etwa 3,5 Kilometer südwestlich des Zentrums des etwa 70.000 Einwohner zählenden Ortes Kom Ombo.

Die heute sichtbaren Teile des Bauwerks stammen aus der Zeit der Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten, zu kleinen Teilen auch aus der Epoche der Zugehörigkeit zum Römischen Reich. Geweiht war der Tempel den beiden getrennt voneinander verehrten Gottheiten Sobek und Haroeris, weshalb er als „Doppeltempel“ bezeichnet wird. Die Bauwerke der Tempelanlage wurden durch Naturgewalten, wie Hochwasser und Erosion am Mauerwerk, stark in Mitleidenschaft gezogen.

Abu Simbel

Abu Simbel (auch Abu Simbal, Ebsambul oder Isambul;  DMG Abū Sinbal oder Abū Simbal) ist ein Ort im ägyptischen Teil Nubiens, etwa 240 Kilometer südwestlich von Assuan. Die nur etwas über 2500 Einwohner zählende Ortschaft (Berechnung: 2010) ist bekannt durch die hier im 13. Jahrhundert v. Chr. errichteten Felsentempel des Königs (Pharao) Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches.

Die Tempel von Abu Simbel, der große Tempel zum Ruhm Ramses II. und der kleine Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, dessen Große königliche Gemahlin, stehen seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Sie erheben sich nach einer Versetzung in den 1960er Jahren heute auf einer Insel im Nassersee, die an der Nordwestseite durch einen befahrbaren Damm mit dem Ort Abu Simbel verbunden ist.

Abu Simbel liegt im Süden Ägyptens unweit der Grenze zum Sudan. Der Ort gehört administrativ zum Gouvernement Aswan (Assuan). Die sudanesische Grenze im Südwesten befindet nur etwa 20 Kilometer entfernt, sie weicht hier vom 22. Breitengrad nördlicher Breite ab und bildet den Wadi Halfa Salient. Der Grenzverlauf ist jedoch umstritten, Ägypten beansprucht das Gebiet des Wadi Halfa Salient bis nach Süden zum 22. Breitengrad. Die nächstgelegene Stadt, Wadi Halfa, befindet sich 65 Kilometer südwestlich von Abu Simbel auf dem Staatsgebiet des Sudan am Ostufer des Nubia-Sees, so der sudanesische Name des Nassersees. Die Stadt wurde, wie die Tempel von Abu Simbel, auf Grund der Flutung des Niltals durch den Stausee auf höheres Gelände verlegt.

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